Dokumentation der Künstler-Gruppenprojekte 1986-1993 auf dem Gelände der ehemaligen IWKA-Industrieanlage in Karlsruhe, dem jetzigen Ort des
ZKM|Zentrum für Kunst und Medientechnologie, der HfG (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), des MNK (Museum für Neue Kunst) und der Städtische Galerie Karlsruhe.
Eine Dokumentation in Buchform ist erschienen unter dem Titel:
Jörg Reimann, Peter Weibel (Hg.), 99,9% und mehr, Künstler-Gruppenprojekte „vor“ dem ZKM, Oktober 2009, ISBN 978-3-928201-37-7.
Fotos der leer stehenden Industrieanlage der IWKA (Industriewerke Karlsruhe Augsburg) aus dem Jahr 1985 .
Zu Beginn der 80er Jahre richteten sich Künstler legal/illegal im Gelände Ateliers ein. Mit zwei großen Gruppenprojekten im Jahr 1986, dem "Letzter Arbeitsbericht IWKA" (Mai 1986) und "IWKA Kunstraum bis zum Abriss" (September 1986) wurde auf die Ateliernot in der Stadt hingewiesen. Zur Jahreswende 1986/87 wurde ein Großteil der Hallen östlich des Hallenbaus abgerissen. Im September 1987 fand eine Ausstellung über die beiden Projekte im Kunstfonds Bonn statt.
Ziel dieses Projektes war die Zusammenführung verschiedener künstlerischer Disziplinen (Malerei, Installationen, Film, Musik, Tanz) zur Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt in der ehemaligen Produktionsstätte. Entwürfe wurden 1988 im Hallenbau vorgestellt. Das Projekt fand im Juli 1989 in zwei Lichthöfen des Hallenbaus statt und wurde aufgrund des großen Erfolges bis Ende Oktober verlängert.
Ziel dieser Gruppe war es, einen Lichthof für unabhängige Kunstprojekte zu erhalten.