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Leitung:
Dr. phil. Achim Heidenreich, M.A.
Kontakt: aheidenreich@hfg-karlsruhe.de - 0721 8203 2310
Mitarbeiter: Malte Pawelczyk, Felicitas Wetzel, Andres Andrade, Matthias Schneiderbanger, Kai Hanneken, Kevin Matweew
Musiktheater intégrale ist eine transdisziplinäre Arbeitseinheit, die Forschung, Lehre und Praxis miteinander verbindet. Ansatztpunkt ist eine vorgestellte Skulpturalität von Musik und deren tatsächlich installativer Charakter. Technik ist dabei immer nur das Mittel zum Zweck der Musik. Referenzwerk von musiktheater intégrale ist Wolfgang Rihms „Tutuguri VI.“ Theoretisches Zentrum von musiktheater intégrale ist die Ringvorlesung „Sculpture Club.“ Die hier entwickelten Fragen und Perspektiven werden in Kooperation mt dem Karlsruher Institute of Technologie (KIT), dem Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft Karlsruhe (ZAK) und der Hochschule für Musik in die zyklischen Lehrformate „Meisterkurse für Hörer“ sowie „Zeitgenössisches Musiktheater“ in Veranstaltungen mit entsprechenden Workshops, Seminaren und Vorlesungen unmittelbar angewandt.
Wissenschaftlich-theoretische Veranstaltungen:
1. WS 2009/2010
Meisterkurse für Hörer I: Tendenzen zeitgenössischer Musik
Ringvorlesung Sculpture Club I
Übung: Ernstfall Performance
2. SoSe 2010
Mauricio Kagel und sein Instrumentales Theater - Einführung
Meisterkurse für Hörer II: Aktuelles Musiktheater
Ringvorlesung Sculpture Club II
3. WS 2010/2011
Mauricio Kagel: Staatstheater
Meisterkurse für Hörer II: Klang + Kunst = Klangkunst?
Ringvorlesung Sculpture Club III
Schreiben über Musik
4. SoSe2011
Das instrumentale Theater Mauricio Kagels
05.06.2011: Exkursion ins Museum Tinguely, Basel: Museumsbesuch und Konzert "Zweimannorchester"
Ringvorlesung Sculpture Club IV
in Kooperation mit Hochschule für Musik Karlsruhe
Schreiben über Musik - Lesen zur Musik
5. WiSe 2011/2012
John Cage - Europeras I-IV
Ringvorlesung Sculpture Club - Der Einfluss der Technik auf das Menschenbild in der Musik
Autor = Autorität? Schreiben über Musik
Angewandte Veranstaltungen:
- Korean Music Day, zeitgenössisches Komponieren und rituelle asiatischer Musik, gef. V. Korean Arts Council - September 2010 und Juni 2011
- 1. Karlsruher Integrale Rock-Song „Child in Time“: Klangkunst/Installation und Heavy Metal Contest, gef. v. Stadt Karlsruhe, Januar 2010
- Thomas Mann als Medienstar. Mit Jochen Hieber (FAZ), März 2010
- Aufführung von Yannis Xenakis „Persephassa“ für sechs Schlagzeuger mit dem Isao Nakamura Percussion Ensemble, April 2010
- CAMP 2010: Festival für audiovisuelle Kunst mit internationalem Gastkünstlerprogramm, gefördert vom dt.-frz. Fonds für zeitgn. Musik, Mai 2010
Publikationen des musiktheater intégrale
Achim Heidenreich, Uwe Hochmuth: .Jugendszenen: Musikgeschmack und Präferenzbildung, in: Volker Kalisch, Musiksoziologie, Laaber 2010
Achim Heidenreich, Uwe Hochmuth:
Im Nu der Ewigkeit: Geschichte und Positionen der elektronischen Musik in Deutschland), in: Daniel Cichy (Hrsg.): Nowa muzyka niemiecka, Krakowskie Biuro Festiwalowe/Korporacja Ha!Art, Kraków 2010, S. 112-133.
Achim Heidenreich: Gegen die graue, klinische Richtigkeit. Der Komponist Wolfgang Rihm, in: Daniel Cichy a.a.0., s. 254-279.
http://www.youtube.com/watch?v=pcHnL7aS64Y
musiktheater intégrale III
Ringvorlesung:
Sculpture Club – zur Skulpturalität von Musik I
Leitung:
Dr. Achim Heidenreich (Leitung musiktheater intégrale)
Dr. Uwe Hochmuth (Prorektor Forschung)
Raum 303, jeweils 18.30 Uhr, donnerstags 14tg.
In der Ringvorlesung Sculpture Club“ nehmen Experten Stellung zu aktuellen Fragen der Skulpturalität von Musik. Hier soll versucht werden, die bislang klaffende Lücke zwischen einer entweder vorgestellten Skulpturalität von Musik oder deren tatsächlich installativem Charakter zu schließen. Während die vorgestellte, phänomenologisch betrachtete Skulpturalität von Musik mit dem Begriff eines sprachfähigen Komponierens, wie ihn Adorno formulierte, gefasst werden kann, besteht der installative Charakter aus der Konzeptkunst, Fluxus und/oder Medienkunst, meist in einer technischen Umgebung. Hier treffen zwei komplette unterschiedliche Metiers aufeinander, zwischen denen es eine Brücke zu schlagen gilt. Technik ist das Mittel zum Zweck der Musik.
musiktheater intégrale I
Meisterkurse für Hörer
Fach: Transdisziplinaere Veranstaltungen
Veranstaltungstyp: Seminar
Zeit: Donnerstags, 10.30 – 12 Uhr
Ort: Raum 305
In den ersten Meisterkursen für Hörer des „musiktheater intégrale“ steht die Arbeit des Ensemble Modern (Frankfurt) im Vordergrund. Behandelt wird die langjährige Zusammenarbeit mit Frank Zappa (Band-Musik und zeitgenössische Musik), Wolfgang Rihm (work in progress „Jagden und Formen“) und Benedict Mason (elektronische Mittel und Ensemble-Konzept). Ziel des Seminars ist, aufbauend auf den Seminarergebnissen, die Konzeption der ersten Karlsruher Integrale Ende Januar 2010, dem jährlich geplanten Festival des „musiktheater intégrale“. Es kann ein Leistungsnachweis in Angewandte Kulturwissenschaft, Baustein XII, Theorie und Praxis der Kulturtheorie erworben werden. Beginn: 22.10.09
musiktheater intégrale II
Fach: Transdisziplinaere Veranstaltungen
Veranstaltungstyp: Projekt
Zeit: Donnerstags, 14 – 15.30 Uhr
Ort: Raum 305
In der Übung werden aufführungspraktische Fragen zum Seminar „Meisterkurse für Hörer“ erörtert. Aufführungstechnik, avanciertes Musikdenken, interpretatorische Möglichkeiten und Begrenzungen sowie die Veranstalterpotenz werden problematisiert und damit die Einzigartigkeit musikalischer Darbietung im künstlerischen Rahmen offen gelegt. Als Gast wird die Aktionsgruppe „Komponistenverschwörung“ ihr Themenkonzert „Dogmen“ vorstellen. Zudem wird der Karlsruher Schlagzeugprofessor Isao Nakamura die Komposition „Persephassa“ von Iannis Xenakis für zwölf Schlagzeuger aufführungspraktisch und ästhetisch diskutieren. Isao Nakamura wird das Werk im Februar 2010 in der HfG mit ausgewählten Schlagzeugern seiner Klasse aufführen. Beginn: 22.10.09
1. Karlsruher Korean Music Day
08.09.2009 Lichthof 4
Koreanischer Musik Tag in Karlsruhe 2009 Geförder vom Korean Arts Council
Klassischer Liedvortrag | Gagok fuer Saenger & Instrumental Ensemble
<Isudaeyeop> ("Zweites Grosses Blatt")
Vergeblich verspaetet ist sein Versprechen, zurueckzukommen, Bald werden die Pflaumenblueten verbluehen und fallen. Aber, es heisst es doch, 'Elstern singen am Morgen bringe froeliche Nachrichten'! Ich sollte wohl meine Augenbrauen im Spiegel schoener pflegen.
Isang Yun | <Piri> fuer Oboe Solo (1971) Piri ist der Name der traditionellen koreanischen Oboe. Die Komposition Isang Yuns wurde zu einem Paradigma fuer das Zusammen- und Ineinanderwirken von ostasiatischer Klangerfahrung und europaeischen Verfahrensweisen. Das aeusserlich einsaetzige Werk ist zweiteilig angelegt. Eine allmaehlich sich verdichtende Gestik, die ueber unruhige, nervoes-flirrende Elemente bis zur Aufloesung alles fest Umrissenen fuehrt, muendet in den Frieden des langsam, misterioso ueberschriebenen Schlussteils, der von der mit Yun befreundeten Schriftstellerin Luise Rinser als Gebet interpretiert wurde.
Baudouin de Jaer | Gayageum Solo <Sanjo I> (2008) In Sanjo 1, 7 Passagen der Erde rund um die Sonne, erscheint die Erde bei Nummer 14 und 15. Zwischen 26 und 61 durchlaeuft die Erde 7 mal vor dem Zuschauer oder Zuhoerer. Die Dynamik der fff setzt den Zuschauer ganz nahe zur Erde, die ppp ganz weit entfert der Erde mit den kreisfoermigen Bewegungen des Planets. Die harmonische Schwingung von 26 bis 32 plaziert die Erde vor die Sonne, Akkorden(2 toene) als Schatten des Angesicht der Erde, der einsame Klang ein halb Schatten des Angesicht der Erde. Der lange D klang am Ende des Stueckes lockt den Letzten Sonnenschein an. Demnaechst wird die Sonne von ihrem letzten Zinder licht ausschneiden. Sanjo 1 ist ein Lied fuer die Schoenheit der himmlischen Mechanik. Nur Mond und Sonne sind angedeuted, die anderen Planeten unerwaehnt um die Erde zu betonen.
Klassischer Liedvortrag | Gasa fuer Saenger & Instrumental Ensemble
<Eobusa> ("Lied des Fischers")
(Strophe I) Alter Fischermann mit schneeweissem Backenbart lebt zwischen den Hafendoerfern 'Leben am Wasser sei besser als im Berg' - murmelt er vor sich hin Lass das Boot losfahren! lass den Anker lichten! Morgens faellt das Meerwasser abends kommt die Flut jiigukchong jigukchong eosawa! (Refrain ohne Bedeutung) Vom Boot haengt das Leben des Fischers ab, Sein Schulter steht immer einseitig hoch
(Strophe II) Auf den einsamen blauen Blaettern, es erhebt sich ein frischer Wind Wo die roten Blumen prachtvoll bluehen, schlendern die weissen Reiher gemaechlich umher Lass den Anker lichten, lass den Anker lichten! Lass uns in den Tungting-See hineinsegeln, Der Wind soll uns heil heimbringen jiigukchong jigukchong eosawa! (Refrain ohne Bedeutung) Kaum naht sich schnell unser Segel dem Berg vorn, Schon liegt der Berg hinter uns her ploetzlich
Heera Kim | <...peu a peu...> fuer Violin und Viola (2008) Das Stueck "...peu a peu..." handelt sich um die Konfrontation von "Veraenderung". Dabei geht es mir nicht um den klanglichen Ausdruck, vielmehr versuchte ich die foermlich Darstellung. In jeden Teil werden praesentiert wie die allmaehlichen Veraenderungen stattfinden.
Auftaktveranstaltung musiktheater intégrale
CHILD IN TIME Analyse einer Installation mit dem Komponisten Bernd Thewes 10. Juli 2007
14 Uhr Black Box - Workshop und Diskussion 18 Uhr Blauer Salon - Aufführung
musiktheater intégrale ist ein neuer, ideller Anwendungs- und Wissenskiosk für die Theorie und Praxis des zeitgenössischen Musiktheaters, der ab dem Wintersemester 2009/2010 geöffnet sein wird. Repertoire, Reflexion und das Risiko einer eigenen Produktion an der HfG sind sein Fundament.
Das „Richtfest“ wird am 10. Juli begangen: Mit einem Workshop zur Installation „Wait for the ricochet“ für Pressluftgeiger, Streichquartett, Billigkassettenrecorder, Klangwand und Schlagzeug des Komponisten Bernd Thewes für die Muffathalle München.
„Wait for the ricochet“ ist inspiriert von dem legendären Deep Purple-Song „Child in Time“, dessen historische Bedeutung vor allem in der Schreiorgie des Sängers Ian Gillan und dem furios-geräuschbesessenen Gitarren-Solo von Richie Blackmore liegt. „Child in Time“ gilt als Urwerk des Heavy Metal bzw. Speed Metal.
Vor dem Hintergrund des 11. Septembers 2001, als die Installation von Bernd Thewes konzipiert wurde, bekommt der Song in der verräumlichten Anverwandlung durch Thewes eine neue Bedeutung. „Ricochet“ ist nicht nur eine Spielanweisung für Streicher (Springbogen), sondern meint auch den Aufprall, Abprall und Querschläger. Im Song heißt es: „Bow your head and wait fort the ricochet“. Tatsächlich hört man in der Live-Version der Langspielplatte „Made in Japan“ nach der Verszeile ferne Einsturzgeräusche. Im Workshop um 14 Uhr erläutert Bernd Thewes im Gespräch mit Achim Heidenreich Konzept, Aufbau, Funktion und den Verweischarakter der Installation. Um 18 Uhr wird der für BR-Alpha produzierte Film gezeigt, der die Installation plastisch vorführt. Danach wird eine zweieinhalbstündige Hörspielfassung aufgeführt. Außerdem stellt Dr. Achim Heidenreich sein Konzept für „musiktheater intégrale“ vor, das er im kommenden Wintersemester an der HfG als Lehrveranstaltung realisieren wird.
A
1. Karlsruher Integrale Hochschule für Gestaltung Karlsruhe 22.-24.1.2010 Child in Time 1. KARLSRUHER INTEGRALE Werke zum legendären Deep Purple-Song
Im Zentrum der Ersten Karlsruher Integrale steht die klangliche und gebärdliche Auseinandersetzung mit dem Deep Purple-Song „Child in Time“, in dem seinerzeit der Sänger Ian Gillan unbewusst gemäß eines Artaud’schen „Theaters der Grausamkeit“ physische Grenzen überschritt, um so ein Höchstmaß an sinnlicher Unmittelbarkeit zu erreichen.
Alle an der Integrale beteiligten Künstler beziehen sich mit ihren Werken und Arbeiten auf diesen legendären Song der Band Deep Purple. In einem Cover-Version-Wettbewerb versuchen Karlsruher Amateurbands eine Aktualisierung dieses Opus, das auch als erster Heavy Metal-Song bezeichnet wird. Der Filmkünstler Peider A. Defilla präsentiert seine Filmversion von WAIT FOR THE RICOCHET, ein transkonzertantes Ereignis für Streichquartett, Pressluftgeiger und Klanginstallation mit der Klangmaschine „Pressluftgeiger“ des Komponisten Bernd Thewes. Und die Art-Rock-HfG-Formation „The Brain“ nähert sich dem unorthodoxen Klassiker auf eine verspielt haptische Weise. Eingerahmt wird das Festival von zwei Auftritten der Band „Mavis“ um den Posaunisten Uwe Dierksen (Ensemble Modern) mit der avancierten Jazz-Rock-Songoper Amsterdam. Das HfG-Label Das Festival richtet sich an Interessierte avancierter Medienkunst und Installationen, Rockliebhaber, Amateurbands, Schüler und Studenten. Versucht wird eine bruchlose Verbindung und Vermittlung aktueller kunstästhetischer Entwicklung in den Bereichen Musik und Medienkunst auf eine anschauliche und auch unmittelbar fassbare Weise an ein breites Publikum, um so die eigenen Erfahrungen des Publikums mit Musik und den Medien im Spiegel des Festivals bestenfalls zu hinterfragen und den künstlerischen musikalischen Horizont zu erweitern im Sinne eines größeren Verständnisses und Toleranz gegenüber vielleicht noch unbekannten musikalischen Gestaltungsweisen, um so auch im Alltag mehr Toleranz und Offenheit zu erzeugen. Die Hochschule für Gestaltung geht mit der Veranstaltung bewusst auf das Karlsruher Publikum zu und öffnet damit auch seine Türen zur Einsicht in die hochschulinterne Beschäftigung mit Kunst unter dem Bildungsaspekt, um so gar nicht erst die Umrisse eines eventuellen Elfenbeinturms heraufdämmern zu lassen. Die Unterschiedlichkeit der vertretenen Genres, JazzrockChanson, Installtion, Heavy Metal, elektronische Musik, Art-Rock wurde bewusst als Herausforderung an eingefahrene Rezeptionsweisen zusammengestellt. Unter dem großen Thema „Child in Time“ steht damit die Frage, ob jeder nur Kind seiner eigenen Zeit sein möchte, oder die Zeiten und Entwicklungen bisher außerhalb des Wahrnehmungskreises mitzuleben und mitzutragen – um ein Integral zu erzeugen.
Programm:
CHILD IN TIME 1. KARLSRUHER INTEGRALE WERKE ZUM LEGENDÄREN ROCKSONG 22.-24.01.2010 HOCHSCHULE FÜR GESTALTUNG KARLSRUHE FACHBEREICH MUSIKTHEATR INTÉGRALE Im Zentrum der Ersten Karlsruher Integrale steht die klangliche und gebärdliche Auseinandersetzung mit dem Deep Purple-Song „Child in Time“, in dem seinerzeit der Sänger Ian Gillan unbewusst gemäß eines Artaud’schen „Theaters der Grausamkeit“ physische Grenzen überschritt, um so ein Höchstmaß an sinnlicher Unmittelbarkeit zu erreichen.
Programm:
FREITAG 22.01.
20.30 – 21.00 Uhr Uraufführung des Films "Wait for the Ricochet" von Peider Defilla Peider Defilla präsentiert seine Filmversion von WAIT FOR THE RICOCHET, ein transkonzertantes Ereignis für Streichquartett, Pressluftgeiger und Klanginstallation mit der Klangmaschine „Pressluftgeiger“ des Komponisten Bernd Thewes.
21.30 Uhr Konzert: MAVIS "The Lights Were Low" - Eine Jazz-Rock-Song-Oper MAVIS ist Pop, Rock, Improvisation und Dekonstruktion. Energetische Ausbrüche stehen neben elegischer Ballade. Die Band vereint 7 Solisten aus dem Umfeld des Ensemble Modern und der Frankfurter Jazz – und Studioszene und Mitglieder verschiedenster musikalischer Herkünfte, was die einzigartige und programmatische Bandbreite begründet.
SAMSTAG 23.01.
16.30 Uhr Film: "Wait for the Ricochet" von Peider Defilla Peider Defilla präsentiert seine Filmversion von WAIT FOR THE RICOCHET, ein transkonzertantes Ereignis für Streichquartett, Pressluftgeiger und Klanginstallation mit der Klangmaschine „Pressluftgeiger“ des Komponisten Bernd Thewes.
18.00 Uhr Cover-Versions Wettbewerb für "Child in Time" von Deep Purple mit den Karlsruher Bands: Sons of Sounds Mad Motors Lucky Twist King Damage
20.00- 21.30 Uhr
Konzert: MAVIS "The Lights Were Low" - Eine Jazz-Rock-Song-Oper
MAVIS ist Pop, Rock, Improvisation und Dekonstruktion. Energetische Ausbrüche stehen neben elegischer Ballade. Die Band vereint 7 Solisten aus dem Umfeld des Ensemble Modern und der Frankfurter Jazz – und Studioszene und Mitglieder verschiedenster musikalischer Herkünfte, was die einzigartige und programmatische Bandbreite begründet.
22.00 Uhr DJ und Bar
SONNTAG 24.01.
16.30 Uhr Film: "Wait for the Ricochet" von Peider Defilla Peider Defilla präsentiert seine Filmversion von WAIT FOR THE RICOCHET, ein transkonzertantes Ereignis für Streichquartett, Pressluftgeiger und Klanginstallation mit der Klangmaschine „Pressluftgeiger“ des Komponisten Bernd Thewes.
18.00 Uhr Konzert: THE BRAINS „lightbeats“
The Brain und der Projektionskünstler Kallinich registrieren das Vokabular der Soundexperimente eines Fred Frith mit den über Klaviaturen wie ein Keyboard zu spielenden Diaprojektoren zu einer monomanischen Klang-Bild-Raum-Orgel um. fried dähn- electric cello thomas maos - electric guitar hanfreich - electric beats jörg kallinich - analog projection Weitere Infos unter: www.hfg-karlsruhe.de http://www.hfg.edu/musiktheater
1. Karlsruher Integrale
21.01.-24.01.2010
B
Aufführung
Xenakis, Persephassa für 12 Schlagzeuger
mit der Klasse Prof. Isao Nakamura, Musikhochschule Karlsruhe
11.02.2010
C
Klavierwerke von Wolfgang Rihm und Karlheinz Stockhausen
Udo Falkner: Klavier
22.04.2010
D
Camp 010
(Creative Arts and Music Project)
28.05.-30.05.2010
CAMP Geschichte
Das internationale Festival für audiovisuelle Kunstformen mit Schwerpunkt auf live Performance und Visual Music feiert in diesem Jahrsein 10-jähriges Bestehen. Ausgehend von der Idee, den kreativen Arbeitsprozess in das Festival zu integrieren, indem die Künstler eine Woche lang in unterschiedlichen Gruppierungen zusammen arbeiten, anstatt feste Acts zu buchen, die ihre Programme spielen, fand das erste Camp (Creative Arts and Music Project) im Jahre 1999 in Tübingen statt. Was aus einer Künstler- Gruppe um Friedemann Dähn und Thomas Maos entstanden war, entwickelte sich dann zu einem gemeinnützigen Verein (Camp e.v.), in dem neben besagten zwei Künstlern zwei Designer maßgeblich mitbestimmen. Die Philosophie, nie an gleichem Ort und mit immer anderen Künstlerzusammensetzungen wirkt Wiederholungen oder Ausprägungen gleich welcher Art entgegen. So fand das 2. Camp in einem alten Fabrikgelände in Kirchentellinsfurt statt, das 3. Camp in einem ehemaligen Benediktiner-Kloster in Portugal und das 4. Camp in der Wagenhalle in Stuttgart. Die 5. Edition mit Unterstützung der Bundeskulturstiftung im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart, das 6. Festival zum Jubiläum und auf erneute Einladung nochmals im Kunstverein in Stuttgart, welcher sich mittlerweile als eine Art ‚home-base’ versteht. Das Portugal-Camp ist erwähnenswert, da Camp exklusiv von dem renommierten Choreographen Rui Horta eingeladen wurde, in seinem dortigen Art Center im ehemaligen Kloster das Festival durchzuführen. Bei völlig anderen Raum und Lichtverhältnissen entstanden dort audiovisuelle Performances von außergewöhnlicher Komplexität und Lebendigkeit. Der Verdacht, dass eine derartige Arbeitsweise mit immer neuen Zusammensetzungen die Ergebnisse negativ beeinträchtigen würde, bestätigte sich im Übrigen bisher nicht, was zum einen in der sensiblen Auswahl der Künstler besteht, zum anderen eben ein Teil des Konzeptes ist: Wagnisse einzugehen, zu experimentieren, sich aufeinander einzulassen, zu teilen. Derzeit ist ein Camp in Zagreb/Kroatien geplant, welches voraussichtlich September 2010 stattfinden wird.
Wolfgang Rihm, Jahrgang 1952, gehört zweifellos zu den großen europäischen Frühbegabungen von scheinbar unbegrenzter Schaffenskraft. Bereits mit siebzehn Jahren war er Student an der Musikhochschule Karlsruhe und Teilnehmer der Inter-nationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Bis heute setzte Wolfgang Rihm mit seinem mittlerweile auf über 500 Werke angewachsenen Oeuvre Maßstäbe in allen Gattungen der zeitgenössischen Musik. Seine Kammeroper Jakob Lenz ist die meistgespielte Kammeroper im deutschsprachigen Raum, mit der Heiner Müller-Oper „Die Hamletmaschine“ bezog Rihm auch gesellschaftspolitisch Stellung. Wolf-gangs Rihms Werke werden weltweit aufgeführt, es vergeht fast kein Monat ohne eine prominente Uraufführung. Auf den Festivals der Neuen Musik kommt ihm mitt-lerweile wenn nicht die Rolle eines spiritus rector zu, so doch zumindest die eines großen Motivators und Anregers. Beispielsweise standen im Sommer 2008 die Stu-denten aus aller Welt jeden Morgen vor dem Darmstädter Organisationsbüro Schlan-ge, um zu erfahren, wann Rihm zu den Ferienkursen für Neue Musik eintrifft und Kurse gibt. 2010 wird Wolfgang Rihm bei den Salzburger Festspielen Composer in residence sein. Das Karlsruher Rihm Archiv möchte als Online-Center Service und Dokumentation in allen Fragen zu Wolfgang Rihm liefern.
Wissenschaftliches Volontariat
Am Forschungsrektorat der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Prorektor Dr. Uwe Hochmuth, ist zum 01.12.09 im neu geschaffenen Veranstaltungs- und Lehrformat musiktheater intégrale (Leitung: Dr. Achim Heidenreich) die Stelle eines wissenschaftlichen Volontariats auf zwei Jahre zu besetzen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Werk von Wolfgang Rihm. Affinität zu dessen ästhetischem Denken und kompositorischem Schaffen wird vorausgesetzt.
Das Aufgabengebiet umfasst die Unterstützung von Lehrveranstaltungen des musiktheater intégrale, Organisation von Tagungs- und Konzertveranstaltungen, Redaktion von Print- und Online-Publikationen, Mitarbeit bei den Archivprojekten der Hochschule, insbesondere dem Karlsruher Rihm Archiv. Erfahrungen als Performer (Jazz, Dj, Rock, Oper) sind von Vorteil.
Bewerber sollten einen Abschluss im Fach Musikwissenschaft vorweisen sowie Qualifikationen in Medientheorie und Musikinformatik besitzen. Bei Nachweis der Voraussetzungen besteht die Möglichkeit zur Promotion an der Hochschule für Gestaltung im Bereich Kunstwissenschaft.
Wir bieten ein wissenschaftlich-künstlerisch anregendes Umfeld mit transdisziplinärer Ausrichtung.
Online-Bewerbungen werden bis zum 10.11.09 erbeten an aheidenreich@hfg-karlsruhe.de weitere Informationen http://www.hfg.edu/index.php/De:forschung:projekte:musiktheaterintegrale