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Metamorphosen der Medienkunst

Zum dokumentarischen Erfassen von Medienkunstinstallationen

Termine 26.10.2009 / 27.10.2009
16.11.2009 / 17.11.2009
14.12.2009 / 15.12.2009
08.02.2010 / 09.02.2010

Evtl. wird der 15.12.2009 zwecks Ausstellungsbesuch auf den 13.12.2009 vorverlegt.
Termine zur Absprache der Seminararbeiten nach Vereinbarung (Tabea Lurk).

Abstract

Die Ausstellungspraxis der vergangenen Jahre zeigt recht deutlich, dass Medienkunstwerke und Installationen kontinuierlichen Metamorphosen unterworfen sind. Werkkomponenten werden ausgetauscht oder ganze Kunstwerke in einer Form an aktuelle Raumbedingungen angepasst, dass ihre Wirkung sichtlich verändert wird. Versuchten die Künstler der klassischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts noch vergeblich, die Autonomie des Kunstwerks als ökonomischer Ware aufzulösen und die Autorität des Autors zu unterwandern, verzeichnen wir im Hinblick auf jüngere medienbasierte und installative Kunstformen zweifelhafte Erfolge, was die Auflösung des Kunstwerkes anbelangt.

Bislang wird dieser Sachverhalt vor allem im Umfeld der Konservierung und Restaurierung diskutiert - geht es doch um die nachhaltige Bewahrung der Authentizität oder Integrität der Werke und mithin ihrer Werte. Zu fragen bleibt, wie die Kunstwissenschaft darauf reagiert. Wird der wachsam ikonografische Blick künftig eine Renaissance erleben? Müssen wir unsere Sehgewohnheiten und unser methodisches Vokabular erneut anpassen? Wie umgehen mit dem Faktum, dass ein Grossteil der verfügbaren Werkbeschreibungen weniger die Kunstwerke selbst, als vielmehr ihr Image im doppelten Wortsinn beschreibt? Denn in vielen Ausstellungs- und Werkkatalogen werden (idealisierte) Werkabbildungen reproduziert, die z.T. recht wenig mit dem tatsächlich vor Ort präsentierten (Arrangement des) Werk(es) zu tun haben?

Im Rahmen des Seminars wird diese Thematik anhand konkreter Werkbeispiele angesprochen. Zudem sollen Grundlagen der dokumentarischen Erfassung von Kunstwerken vermittelt werden, wie sie beispielsweise im konservatorischen Alltag Anwendung finden. Die dadurch ermöglichte Konzentration auf die materialen Bestandteile des Kunstwerkes sowie die Faktizität und Fragilität derselben soll dazu beitragen, die betrachteten Werke genauer anzusehen und präziser zu analysieren.

In einem zweiten Teil des Seminars wird am Beispiel ausgewählter Elemente der nachgelassenen Schriften zu Stefan von Huenes Klanginstallationen die Frage nach dem Kunstwerk, seiner Genese und seinem werkinhärenten Kontext erneut gestellt. Die Fülle der Materialien und die Breite des kontextualisierten Wissens können als exemplarisch betrachtet werden. Sie legen Problemstellungen zur Strukturierung und Auswertung von Kontextinformationen offen, die geradezu paradigmatisch für die Überlieferung dieser Art von medien- bzw. installationsbezogener Kunstformen ist.

Das Seminar liefert Schnittstellen zu studentischen Anliegen, so dass im Rahmen von Seminararbeiten entweder bestimmte diskursive Fragestellungen weiter verfolgt werden könne, oder anhand von Werkbeschreibungen die Lehrinhalte angewandt werden können.

 

Lehrinhalte

 

Referenzliteratur


In Progress
Im Rahmen der Veranstaltungen werden diverse Übungen durchgeführt, die teilweise dokumentiert werden.
→ vgl. Beispiele, Übungen und weitere Inhalte.