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Inhaltsverzeichnis

Dr. phil. Marc Jongen

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  • Leiter des HfG Forschungsinstituts.
  • Assistent des Rektors der HfG Karlsruhe
  • Wiss. Mitarbeiter für Philosophie und Ästhetik

Schwerpunkte der wissenschaftlichen Tätigkeit

Das hauptsächliche Forschungsinteresse von Dr. Marc Jongen gilt dem Fortwirken vormoderner – religiöser und spiritueller – Gedankenwelten und kultureller Programmierungen im Imaginären und Realen der technologischen Zivilisation sowie v.a. der Frage, ob und wie diese Traditionen fortzuschreiben sind, um eine Selbstverständigung der Gesellschaft über die eigenen psychohistorischen Motivationsquellen in Gang zu halten und somit fundamentalistische Reaktionsbildungen angesichts des aktuellen Aufbruchs in die Hypermoderne zu vermeiden.
Ausgehend von dieser kultur- und religionsphilosophischen Perspektive beschäftigt sich M. Jongen mit Problemstellungen der ästhetischen und politischen Philosophie, der Medientheorie sowie mit den ethischen und naturphilosophischen Konsequenzen neuer Technologien.

Kurzbiographie

seit 2009 Leiter des Forschungsinstituts der HfG Karlsruhe.
2009 Promotion zum Dr. phil. (summa cum laude)
seit 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Philosophie und Ästhetik sowie Assistent des Rektors an der HfG-Karlsruhe, Tätigkeit in Forschung und Lehre (gemeinsames Seminar mit Prof. Dr. Peter Sloterdijk) sowie in der Hochschulverwaltung.
2001-2003 Landesgraduiertenstipendiat des Landes Baden-Württemberg. Dissertation bei Prof. Dr. Peter Sloterdijk: „Nichtvergessenheit. Tradition und Wahrheit im transhistorischen Äon“
1999-2001 Doktoratsstudium an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe als Stipendiat der Leopold-Ziegler-Stiftung / Überlingen.
1996-1999 Kulturredakteur der „Neuen Südtiroler Tageszeitung“, Bozen
1996 Diplomprüfung („mit Auszeichnung bestanden“). Magisterarbeit: „Das Wesen spiritueller Erkenntnis erschlossen aus dem Advaita Vedanta Shri Shakaracharyas“, erscheint überarbeitet 1998 im Eugen Diederichs Verlag, München (Diederichs Gelbe Reihe Bd. 141).
seit 1994     Essays, Rezensionen und Reportagen in diversen Zeitungen und Zeitschriften („Die Presse“, „Die Zeit“, „Sinn und Form“ u.a.)
1988–1995 Studium der Philosophie sowie einer Fächerkombination aus Indologie, Geschichte, Germanistik und Wissenschaftstheorie an der Universität Wien.
1987-1988     Studium der Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Veröffentlichungen (in Auswahl)

a. Monographien

Nichtvergessenheit. Tradition und Wahrheit im transhistorischen Äon, Karlsruhe 2009

Das Wesen spiritueller Erkenntnis. Eine Reise ins Innere des Geistes, München 1998

b. Herausgeberschaften

Was wird Denken heißen? Posthumane Kognition zwischen Hyperbild und Nullsubjekt (in Vorbereitung für 2012).

gem. mit Luca Di Blasi: Boris Groys / Vittorio Hösle: Die Vernunft an die Macht. Ein Streitgespräch. Herausgegeben von Luca Di Blasi und Marc Jongen, Wien/Berlin (Turia & Kant) 2011

gem. mit Uwe Hochmuth: Reihenherausgeber „HfG Forschung“ im Wilhelm Fink Verlag München. Bisher erschienen: Band 1: Martin Kurthen: Weißer und Schwarzer Posthumanismus. Nach dem Bewusstsein und dem Unbewussten (2010); Band 2: Uwe Hochmuth / Michael Mangold (Hrsg.): Bildung ungleich Humankapital. Symposium über die Ökonomisierung im Bildungswesen (2012)

gem. mit Koenraad Hemelsoet und Sjoerd van Tuinen: Die Vermessung des Ungeheuren. Philosophie nach Peter Sloterdijk, München 2009

Philosophie des Raumes. Standortbestimmungen ästhetischer und politischer Theorie, München 2008

Der göttliche Kapitalismus. Ein Gespräch über Geld, Konsum, Kunst und Zerstörung mit Boris Groys, Jochen Hörisch, Thomas Macho, Peter Sloterdijk und Peter Weibel. Schriftenreihe der HfG Karlsruhe Neue Folge Bd.1, München (Fink) 2007

c. Aufsätze, Essays (Auswahl)

Technik und Natur – eine notwendige Einheit, in: Armin Grunwald / Justus von Hartlieb (Hrsg.): Ist Technik die Zukunft der menschlichen Natur? 35 Antworten auf eine Preisfrage des Forschungszentrums Karlsruhe, Hannover 2012 (im Erscheinen)

On Anthropospheres and Aphrogrammes. Peter Sloterdijk’s Thought Images of the Monstrous, in: Humana Mente. Journal of Philosophical Studies, Issue 18, Weltbilder and Philosophy, September 2011, S. 199-219.

Totentanz der Avantgarde. Marc Jongen über die Technikvergessenheit zeitgenössischer Kunst, in: Kunstzeitung 4/2009

Wir sind nie zur Welt gekommen. Peter Sloterdijks Maieutik der Eksistenz. In: Marc Jongen, Sjoerd van Tuinen, Koenraad Hemelsoet: Die Vermessung des Ungeheuren. Philosophie nach Peter Sloterdijk, München 2009

Der Mensch ist sein eigenes Experiment. In: Beatrix Vogel (Hrsg.): Der Mensch – sein eigenes Experiment? Kolloquium 2003 des Nietzsche-Forums München. Vorträge aus den Jahren 2003-2005, München 2008

Homo Homini Fatum. Zur biotechnischen Selbstübernahme des Menschen. In: Beatrix Vogel (Hrsg.): Der Mensch – sein eigenes Experiment? Kolloquium 2003 des Nietzsche-Forums München. Vorträge aus den Jahren 2003-2005, München 2008

Die Welt unteilbar Eine. Überlegungen zum Unus Mundus im Anschluss an alchemistische Motive bei Leopold Ziegler und Peter Sloterdijk. In: Paulus Wall (Hrsg.): Mythos – Logos – integrale Tradition. Beiträge zum Werk Leopold Zieglers aus Anlaß seines 50. Todestages, Würzburg 2008

Sein und Raum. Scholien zum „ungeschriebenen Über-Buch der abendländischen Philosophie“. In: Marc Jongen (Hrsg.): Philosophie des Raumes. Standortbestimmungen ästhetischer und politischer Theorie, München 2008, S. 59-88.

Die zweiten Hieroglyphen. Entwurf einer Theorie der Hyperbilder. In: Ingo Berensmeyer (Hrsg.): Mystik und Medien. Erfahrung – Bild – Theorie, Mystik und Moderne Bd. 4, München 2008, S. 151-172.

Vom Arbeiter zum Roboter. Ein Gestaltwandel zweiter Ordnung. In: Alexander Pschera (Hg.): Bunter Staub. Ernst Jünger im Gegenlicht, Berlin 2008, S. 994-308.

Magia – Matrix – Imaginatio. Überlegungen zur Simulation anlässlich des Todes Jean Baudrillards. In: Marburger Forum. Beiträge zur geistigen Situation der Gegenwart, Jg. 8 (2007), Heft 2, http://www.philosophia-online.de/mafo/essay_index.htm

Theia Téchne. Zur Hermetik der Maschinen, In: Luca Di Blasi (Hrsg.): Cybermystik. Mystik und Moderne Bd. 2, München 2006, S. 157-174.

Politik und Terror. In: Berliner Republik 1/2005, S. 68-75.

Paranoia macht high. Zu: Luca Di Blasi, Der Geist in der Revolte. Der Gnostizismus und seine Wiederkehr in der Postmoderne. In: Dialektik. Zeitschrift für Kulturphilosophie 2003/1, S. 181-184.

Religion zweiter Ordnung. Vorwort zur Neuauflage von: Leopold Ziegler, Gestaltwandel der Götter, hg v. Paulus Wall, Würzburg 2002. Textgleich erschienen in: Sinn und Form, 4 / 2002

d. Vorträge

Seminar on Peter Sloterdijk’s thinking, mainly focussing on his books Spheres and Rage and Time (in englischer Sprache) am 23./24./25.06.2011 am Center of Excellence in Image Studies (CESI) der Universität Bukarest

„Mein Genie ist in meinen Nüstern“ – Skizzen zu einer Epistemologie der Witterung; Vortrag am 05.06.2011 auf der Tagung „Atmosphären erleben. Dimensionen eines diffusen Phänomens“ vom 03.-05.06.2011 am ZKM Karlsruhe (Publikation – bei Suhrkamp oder Fink – in Vorbereitung. Hrsg.: Christiane Heibach)

Sphärosophie – Peter Sloterdijk als Geburtshelfer der Sofia; Vortrag am 22.05.2011 auf dem Symposium „Die göttliche Sophia – die weibliche Seite Gottes“ am Dürkheim-Zentrum in Todtmoos-Rütte

Prolegomena einer künftigen imaginativen Epistemik, die als Meta-Anthropotechnik wird auftreten können, Vortrag auf der Tagung „Was wird Denken heißen? Kognition und Psyche im posthumanen Zeitalter“, ZKM Karlsruhe, 17. Juli 2010 (Herausgabe eines Sammelbandes in Vorbereitung)

Ressentiment – wenn Wut intelligent wird, Wechseldialog mit Luca Di Blasi am 8. Mai 2010, 13-14 Uhr, anlässlich des „Wut-Gipfels (Rage-Summit)“ im Haus der Kulturen der Welt / Berlin vom 7.-9. Mai 2010.

Fünf nach Zwölf: Programmatische Deklamation der guten Absichten im Generalthema »Musealisierung als Zivilisationsstrategie«, Vortrag auf der gleichnamigen Tagung am 24.11.2009 in der Temporären Kunsthalle Berlin

Erfahrungslosigkeit als religiöse Signatur der Moderne, Vortrag auf der Tagung „Religiöse Erfahrung in der Moderne“ an der Katholischen Akademie Berlin, 2008

Ins Universum der Hyperbilder. Zur Theorie einer trans-logischen Imagination, Vortrag (parallel zum „Tandemvortrag“ Martin Kurthen: „Jenseits der Sprache – nicht Bilder, sondern Handlungen“) auf der Tagung: „Bildprozesse. Imagination und das Imaginäre im Dialog zwischen Kultur- und Naturwissenschaften“, ZKM Karlsruhe, 3.-4. Mai 2007

Wir sind noch nicht zur Welt gekommen. Peter Sloterdijks Maieutik der Eksistenz, Vortrag anlässlich des Symposiums “Measuring the Monstrous: Peter Sloterdijk's Jovial Modernity“ an der Royal Flemish Academy of Belgium for Science and Arts, Brüssel, 23. Februar 2007

Entwurf einer Theorie der Hyperbilder, Vortrag auf der Tagung „Bild und Erfahrung in Mystik und Wissenschaft“, Tübingen 2006

„Der göttliche Kapitalismus. Ein Gespräch über Geld, Konsum, Kunst und Zerstörung mit Boris Groys, Jochen Hörisch, Thomas Macho, Peter Sloterdijk und Peter Weibel“, HfG Karlsruhe, 14. Juli 2005 (Moderation)

„Kunst und Wahnsinn“, Moderation des Symposiums mit Prof. Dr. Peter Sloterdijk, Prof. Dr. Martin Bohus, Prof. Dr. Hinderk Emrich, Prof. Dr. Thomas Macho, Prof. Dr. Elisabeth Lenk, Theater „Die Insel“, Karlsruhe,18. Juli 2004

Gotthard Günther als Techno-Hermetiker, Vortrag auf dem „Hermetik-Workshop“ des Forschungsprojekts „Mystik und Moderne“ an der Universität Siegen, 1. Oktober 2003

Podiumsteilnahme und Vortrag „Der Mensch ist sein eigenes Experiment. Die Biotechnologie als Ursache und Symptom eines Epochenwechsels“ auf der Tagung: „Der künstliche Mensch“ (Freiburg / Augustinum), 2003

Podiumsteilnahme und Vortrag „Homo Homini Fatum“ auf der Tagung: Der Mensch – sein eigenes Experiment?“ München (Nietzsche-Forum) 2003

Die Welt unteilbar Eine? Leopold Zieglers Vision vom Unus Mundus, Vortrag auf der Leopold-Ziegler-Tagung, Überlingen 1999

Atman oder Anima?, Vortrag auf der Tagung der „Stiftung Perspektiven“, Kloster Neustift Brixen, Sommer 1998